Dienstag, 3. März 2026

Die Bomben fallen, die Betrüger sind schon da!

 Keine 48 Stunden ist es her, daß in einer Welle von Luftangriffen Führungspersonen des Iran getötet wurden und dieser mit Drohnen und ballistischen Raketen Vergeltung geübt hat. 

In der Folge wurden tausende zivile Flüge aus der Golfregion annulliert, Menschen mußten unfreiwillig ihren Urlaub verlängern oder saßen in Regionen fest, die die Golfstaaten als Zwischenlandeziel verwenden. 

Vor diesem Hintergrund versuchten viele Menschen, die dringende Termine oder auch einfach Angst hatten, in der Region zu bleiben, Flüge umzuorganisieren oder auf dem Landweg zu Flughäfen zu gelangen, die noch nicht gesperrt waren. 

So hatte eine 23-jährige Reisende aus Bayern, deren Flug wegen des Irankriegs storniert worden war versucht, über ein vermeintliches Serviceportal der Fluggesellschaft eine Umbuchung des Fluges zu erreichen. Sie war jedoch über betrügerische Suchmaschineneinträge zu einer Fake-Hotline des Kundenservices geleitet worden. Dort wollte man ihr angeblich weiterhelfen, indem man per Fernzugriff-Verbindung auf das Handy die Buchung "korrigieren" wollte und entsprechend auch das Geld für die korrigierte Buchung transferrieren wollte. Auf diesem Wege wurden insgesamt € 2.500,- an Unbekannte von ihrem Konto überwiesen. 

Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.

Dieser Vorfall zeigt wieder einmal, daß online-Betrugsmaschen in der Regel über dasselbe "social engineering"-Schema ablaufen und dabei lediglich aktuelle Nachrichten als Aufhänger für die Glaubwürdigkeit nutzen. Offensichtlich so erfolgreich, daß bereits wenige Stunden nach einem solchen weltpolitischen Vorfall entsprechende Suchbegriffe in den großen Suchmaschinen hinterlegt sind. 


Quelle: Stern Nachrichten